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RE, 25.03.2006

Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat man sich nun für eine gesetzliche Regelung der Rauchwarnmelderpflicht entschieden. Der Landesbauausschuss hat einstimmig beschlossen, die Rauchwarnmelderpflicht in die neue Landesbauordnung aufzunehmen. Die Neuregelung soll bereits im April 2006 verabschiedet werden.

Das Gesetz besagt, dass zukünftig Neubauten und Bestandsbauten mit auchwarnmelder ausgestattet werden müssen. Für Bestandbauten soll eine Übergangsfrist bis Ende 2009 gelten. Alleine in Mecklenburg-Vorpommern betrifft diese Rauchwarnmelderpflicht rund 800.000 Haushalte.

Einen ausführlichen Beitrag des NDR finden Sie im Internet auf folgender Seite:

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2424956_REF_SIX8,00.html




Rauchmelder

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Unabhängige Experten wie die Feuerwehr raten dazu, Haushalte mit Rauchmeldern auszustatten.

In Deutschland kommt es fast alle 2 Minuten zu einem Wohnungsbrand. Diese Zahl verdeutlicht, wie sinnvoll die Installation von Rauchmeldern ist.

Jedes Jahr sterben in Deutschland über 600 Menschen bei Wohnungsbränden - rund 6.000 überleben den Brand nur mit schwersten Langzeitverletzungen. Alle zwei Minuten entzündet sich ein Wohnungsbrand. Das macht rund 200.000 Brände allein in Privathaushalten. Mit einem Rauchmelder (auch Brandmelder genannt) steigen die Chancen, im Fall der Fälle rechtzeitig vor dem lebensbedrohlichen Rauch gewarnt und damit unversehrt zu bleiben. Für einen Mindestschutz gilt als Faustregel: ein Rauchmelder im Flur pro Etage sowie in den Schlafzimmern.

In Deutschland sind derzeit nur rund sieben Prozent der Haushalte mit Rauchmeldern ausgestattet. Im Vergleich dazu verfügen in den USA 9 von 10 Haushalten über diese Einrichtung. Nachweislich ließ sich dadurch die Zahl der Brandtoten um rund 40 Prozent reduzieren.

Da das GS-geprüfte Gerät mit Batterien betrieben wird, ist auch im Falle eines Stromausfalls volle Funktion gewährleistet. Wie von der Initiative "Rauchmelder retten Leben" gefordert, verfügt das Gerät über einen Testknopf und eine Warnfunktion bei nachlassender Batterie.


 

Folgendes Szenario ist sicherlich auch Ihnen bekannt: Sie kommen vom Wochenendeinkauf mit vollen Einkaufstüten nach Hause und müssen den Einkauf abstellen, um den Haustürschlüssel hervorzuholen.

Wäre es nicht klasse, wenn Sie Ihre Haustür genau wie das Auto per Fernbedienung öffnen könnten? Mit dem HomeTec-System von ABUS wird genau dies Wirklichkeit. Per Druck auf die Funkfernbedienung entriegelt und öffnet das Gerät die Haustür. Und das mit einer Reichweite von rund 100 Metern. So können Sie schon vom Auto aus die Tür öffnen und mit den vollen Einkaufstüten ins Haus gehen, ohne diese absetzen zu müssen.

Wie das funktioniert?

Auf der Innenseite der Tür wird ein Antrieb auf den Türzylinder gesteckt und mit zwei Schrauben fixiert. Dafür muss der Zylinder rund 10 mm hervorragen. Der Schlüssel selbst bleibt auf dem Zylinder stecken und der Antrieb bedient dann den aufgesteckten Schlüssel.

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Mit der Funkfernbedienung lässt sich der HomeTec-Antrieb komfortabel steuern.

Angesteuert wird der Antrieb über ein Funksignal. Dieses kann entweder durch die mitgelieferte Funkfernbedienung oder aber die separat erhältliche Funktastatur gesendet werden.

Die Funktastatur erlaubt auch verschiedenste Berechtigungen. So können Sie ihren Kindern einen Code geben, mit dem sie rund um die Uhr ins Haus können, während der Code der Reinigungskraft beispielsweise nur an Samstagen von 11.00 Uhr bis 15.00 gilt. Sorgen, ob die Reinigungskraft den Schlüssel heimlich nachmacht, gehören somit der Vergangenheit an.


Funktionsweise des Antriebs - Steuerung mittels Funkfernbedienung oder Funktastatur

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Das System ist in drei Schritten montiert - ohne dass Sie irgendetwas anbohren oder verkabeln müssen. Denn alle Systemteile von HomeTec sind batteriebetrieben. Daher stellt HomeTec eine ideale Lösung für Mietwohnungen dar. Und der Austausch der Batterie ist bei regelmäßiger Nutzung erst nach etwa einem Jahr fällig - worauf das Gerät rechtzeitig mit einem Signalton aufmerksam macht.

Schaubild der Montage

Zusätzlich kann HomeTec in Verbindung mit der Funktastatur um einen Funkgong erweitert werden - das ist gerade in den Sommermonaten praktisch, wenn Sie sich beispielsweise viel im Freien aufhalten. Denn auch der Gong muss nicht installiert werden und kann daher überall im Haus oder der Wohnung platziert (und mitgenommen) werden.

Wenn Sie sich also im Garten oder auf dem Balkon aufhalten - einfach den Gong mitnehmen. So kann es nicht mehr passieren, dass Ihre Gäste vor der Tür stehen und Sie die Klingel nicht hören.


Wie alle Elemente von HomeTec ist auch der
Funkgong batteriebetrieben und kann daher im überall platziertwerden - sogar im Garten der Nachbarn.

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Über die Funktastatur lassen sich individuelle Zutrittszeiten einrichten.

Ein weiteres Plus von HomeTec:

Sie müssen nicht auf den mechanischen Zylinder verzichten. So ist auch im Fall einer leeren Batterie die Bedienung der Tür kein Problem - Voraussetzung ist ein Zylinder mit sogenannter Not- und Gefahrenfunktion. Die Not- und Gefahrenfunktion ermöglicht, dass der Türzylinder bedient werden kann, auch wenn auf der anderen Seite ein Schlüssel steckt.

Der Aspekt Einbruchschutz

Hand aufs Herz: Verriegeln Sie beim Verlassen Ihres Hauses immer die Haustür? Oft wird diese einfach zugezogen. Mit HomeTec genügt ein Knopfdruck und die Tür verriegelt sogar automatisch. So schließt man das Schloss auch bei kurzer Abwesenheit: Tür zuziehen, Knopf drücken, fertig.


LKA Bayern: Sicherheitstechnik verhinderte mehr als 1.400 Einbrüche

Nach der jährlich erhobenen Statistik des Landeskriminalamtes (LKA) Bayern verhinderte Sicherheitstechnik in Bayern im Jahr 2004 insgesamt mindestens 1.416 (Vorjahr: 1.230) Einbrüche, davon 415 Wohnungseinbrüche. In 323 (Vorjahr: 276) Fällen waren es Einbruchmeldeanlagen (EMA), die den oder die Täter zwangen, ihr Vorhaben abzubrechen.

Im Fünfjahres-Rückblick kommt das LKA Bayern auf mindestens 5.356 durch Sicherheitstechnik verhinderte Einbrüche, davon 4.097 durch mechanische und 1.259 durch elektronische Technik. Zusätzliche 760 Einbruchversuche beendeten in den vergangenen fünf Jahren aufmerksame Zeugen, in der Regel Nachbarn. "Eine solche aktive Nachbarschaft ist von hohem Präventionswert", so Bernd Seibt, Vorsitzender des Fachverbandes Sicherheitssysteme im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie e.V., Frankfurt am Main. Als ein mindestens ebenso wirkungsvoller Grundpfeiler der Einbruchprävention erweise sich die Sicherheitstechnik. Seibt: "Die Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamtes zeigt, dass Wohnungen und Wohnhäuser noch höchst unzureichend mit Sicherheitstechnik ausgestattet sind." Der Anteil aufgrund von EMA abgebrochener Einbruchversuche liege bei nur 7% Prozent, während er bei Gewerbeobjekten 30% beträgt.

Urteil: Kein Schlosstausch beim Vermieterpfandrecht

Will ein Vermieter gegenüber dem gewerblichen Mieter von seinem gesetzlichen Vermieterpfandrecht Gebrauch machen, dann darf er unter Umständen sogar mit Gewalt die Entfernung eingebrachter Sachen vom Grundstück verhindern.

Zunächst muss sich der Vermieter aber darauf beschränken, einer Entfernung der Gegenstände zu widersprechen. Es ist jedoch überzogen und damit nicht statthaft, so das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az.: 10 U 199/03), die Türschlösser der Mieträume auszutauschen. Dadurch entzieht der Vermieter dem Mieter den Besitz an den Räumen. Der Mieter müsste dann weder Mietzins noch Nutzungsentschädigung an den Vermieter zahlen.

ZVEI/Rauchwarnmelder:

"Gesetzgebung muss voranschreiten"

Weniger als 10% der privaten Haushalte sind zurzeit mit Rauchwarnmeldern ausgestattet, so schätzt der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.). Zwar sei die Stückzahl der verkauften Rauchmelder in Deutschland seit dem Jahr 2000 (etwa 500.000 Stück) auf ca. 4 Mio. (Marktvolumen ca. 35-40 Mio. EUR) gestiegen. Die Entwicklung wird unter anderem auch auf den Erfolg der verbändeübergreifenden Kampagne "Rauchmelder retten Leben" zurückgeführt.

Doch, "es bleiben immer noch weit über 30 Mio. Haushalte, die keine Rauchwarnmelder haben", erklärte Christian Rudolph, Vorsitzender der AG Rauchwarnmelder im Fachverband Sicherheitssysteme auf der Jahrespressekonferenz des ZVEI-Fachverbandes im Juni in Frankfurt. "Um einen wirksamen Schutz der Bevölkerung zu gewährleisten, muss die Gesetzgebung weiter voranschreiten." Als zwingend betrachtet der Verband den Einbezug der Bestandsbauten.


Verbreitung von Rauchmeldern in Privathaushalten in ausgewählten Ländern (Quelle: ZVEI)

Land
Haushalte mit
Heimrauchmelder
Verringerung der
Brandtoten
USA
90%
40%
Großbritannien
75%
40%
Schweden
70%
50%
Deuschland
7%


PKS 2004: Weiter hohe Kriminalitätsbelastung

Mit insgesamt rund 6,6 Mio. Straftaten im Jahr 2004 war die Kriminalitätsbelastung in Deutschland weiter besorgniserregend (+ 0,9%*). Allerdings gab es auch positive Entwicklungen. So geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2004, die Bundesinnenminister Otto Schily im Juni vorstellte, hervor, dass sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzte: "Stetig steigende Aufklärungsquoten bei weitgehend konstanter Straftatenzahl." So lag die Gesamtaufklärungsquote bei allen Straftaten mit 54,2% (2003: 53,1%, 1993: 43,8%) seit Bestehen der PKS auf Rekordniveau.

Wie in den Vorjahren, "aber mit weiterhin sinkender Tendenz", so heißt es in der PKS, haben Diebstahlsdelikte mit 44,6% den größten Anteil an der Gesamtkriminalität (2003: 46,1%; 1993: 61,5%). Die Gesamtzahl der Diebstahlsdelikte lag 2004 bei 2.961.030 und war damit um 2,3% rückläufig. Überdurchschnittlich gesunken waren dabei die Diebstähle von Kraftfahrzeugen (-6,8%) und Fahrrädern (-5,7%). Seit 1993 konnte der KFZ-Diebstahl damit um mehr als 70% reduziert werden (1193: 214.836 Fälle; 2004: 58.937 Fälle).

Diese Entwicklung wird unter anderem auf verbesserte technische Sicherungseinrichtungen zurückgeführt sowie mit den Präventionsmaßnahmen von Bund und Ländern begründet. Dies belegt auch die Zahl der an Sicherungsmaßnahmen gescheiterten Wohnungseinbrüchen (von 28,3% im Vorjahr auf 36,1% im Jahr 2004 gestiegen). Gegenüber 2003 waren beim Delikt Wohnungseinbruchdiebstahl 2004 die Fallzahlen um 0,7% auf 124.155 Fälle gestiegen.


Gestartet: Sperr-Notruf 116 116

In Deutschland nahm jetzt der weltweit erste Sperr-Notruf seinen Betrieb auf. Unter der einheitlichen Rufnummer 116 116 können seit 1.7.2005 Bankkunden- und Maestrokarten, Kreditkarten, Mobilfunkkarten für Handys, Mitarbeiterausweise und weitere elektronische Berechtigungen 24 Stunden am Tag gesperrt werden, sofern die Herausgeber dieser Medien ihren Kunden diesen Schutz anbieten. Zu den teilnehmenden Unternehmen zählen zurzeit American Express, die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe, die Volks- und Raiffeisenbanken, die EURO Kartensysteme GmbH, arvato direct services - Bertelsmann mit ihren Mitarbeiterausweisen, die Sparda Banken, die Ärzte- und Apothekerbank sowie die Pax Bank. Die bekannten Sperr-Nummern der teilnehmenden Unternehmen bleiben weiterhin erreichbar, hieß es. Kunden wird empfohlen, sich beim Herausgeber ihrer Karten und Medien zu erkundigen, ob diese künftig über die 116 116 gesperrt werden können. Eine Ausweitung des Sperr-Notrufs auf Krankenkassenkarten, Kundenkarten sowie Online-Berechtigungen sei vorgesehen.

Die Nutzung der 116 116 ist aus dem Inland gebührenfrei, bei Anruf aus dem Ausland fallen die Verbindungskosten nach Deutschland an. Zur 100-prozentigen Erreichbarkeit, vor allem aus dem Ausland, stehe zunächst zusätzlich neben der 116 116 die Rufnummer 030 - 4050 4050 bereit.

Mit der termingerechten Einführung des Sperr-Notrufs wurden die Zuteilungsauflagen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) erfüllt, die die Rufnummer im Dezember 2005 dem Sperr e.V. (Verein zur Förderung der Sicherheit in der Informationsgesellschaft), dem Initiator und Förderer des Sperr-Notrufs, zugeteilt hat. Weitere Informationen unter www.sperr-notruf.de.


Ältere und pflegebedürftige Menschen als Opfer

Am 6. und 7. Juni 2005 fand in Hannover der 10. Deutsche Präventionstag statt. Schwerpuntkthema war "Gewaltprävention im sozialen Nahraum". Neben Vorträgen, Diskussionsforen, Filmforen und Informationsständen gab es einen Expertenworkshop "Ältere und pflegebedürftige Menschen als Opfer". Dazu hatten die Zentrale Geschäftsstelle Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes sowie die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention eingeladen.

Gerade in letzter Zeit wird das Problem "Gewalt in der Pflege" verstärkt diskutiert. Zunehmend dringt ins Bewusstsein, dass ältere und vor allem pflegebedürftige Menschen ebenfalls Opfer von Gewalt werden können. Pflegeabhängigkeit und Pflegebelastung sind Faktoren, die im häuslichen Kontext wie auch in der stationären Pflege zu Gewalthandlungen führen können.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik und sozialwissenschaftliche Opferbefragungen zeichnen hinsichtlich der Gefährdung älterer Menschen, Opfer einer Straftat zu werden, insgesamt ein eher beruhigendes Bild. Was aber nicht bekannt ist, ist das tatsächliche Ausmaß von Gewalt in der Pflege. Es schlägt sich nur selten in Strafanzeigen nieder. Verlässliche Daten zu Art und Ausmaß dieser Gewalt fehlen. Darüber hinaus werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik solche Delikte nicht gesondert ausgewiesen; man kann also von einem großen Dunkelfeld ausgehen.

Nach einem Experten-Hearing kam es zur Erarbeitung von Leitlinien für Empfehlungen zur Prävention von Gewalt gegen ältere und pflegebedürftige Menschen. Aus diesen Erkenntnissen sollen Thesen und konkrete Empfehlungen für die Präventionspraxis vor Ort entwickelt werden.

Erste Erkenntnisse des Expertenworkshops (unter anderem):

Beratungsstellen der sozialen Dienste vor Ort, die anonyme und niedrigschwellige Angebote bereitstellen, haben eine wichtige Funktion, Gewalt gegen ältere und pflegebedürftige Menschen zu thematisieren und darüber aufzuklären.

Gewalt gegen ältere und pflegebedürftige Menschen ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Seine Ursachen und Erscheinungsformen sind vielfältig. Nur im Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte kann dieses Problem beeinflusst, eingedämmt und verhindert werden. Die Polizei hat in diesem Prozess im Rahmen der Präventionsarbeit ihren Part zu bernehmen.

Zwei der Thesenpapiere des Expertenworkshops "Ältere und pflegebedürftige Menschen als Opfer":

Nahraumgewalt gegen ältere und pflegebedürftige Menschen Thomas Görgen (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.)
www.praeventionstag.de/content/10_praev/doku/goergen/goergen.pdf {PDF-Datei, 20 S., 225 KB}

Prävention statt Gewalt - Überforderung von Angehörigen verringern - Rolf D. Hirsch (HsM-Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter e.V., Bonn)
www.praeventionstag.de/content/10_praev/doku/hirsch/hirsch.pdf {PDF-Datei, 20 S., 78 KB}

Weitere Informationen finden Sie auf dem Server der Polizei-Beratung:
http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/gewalt/gewalt_gegen_senioren/.